Schlagwort: Urheberrecht

Ruhm, Reichtum und Halunken – Kunstfälscher und das Urheberrecht

So häufig sie vorkommen, so schwer sind sie leider auch zu beweisen: Die Rede ist von Kunstfälschungen. Für Außenstehende sind die Geschichten von berühmten Kunstfälschern spannend wie ein guter Kriminalroman. Für die Käufer von gefälschter Kunst, entsteht oft ein großer finanzieller Schaden. Und natürlich ist es auch peinlich, wenn sich die frisch erworbene Giacometti-Skulptur als plumpe Fälschung herausstellt. Für Urheber kann es den guten Ruf zerstören, wenn zu viele Fälschungen im Umlauf sind.

Kunstfälschung als Geschäft

Bei Kunstfälschungen handelt es sich nicht um ein Randphänomen: Das Schweizer “Fine Arts Expert Institute” berichtet, dass sich 70 bis 90 Prozent der von ihnen untersuchten Kunstwerke als gefälscht oder falsch zugeschrieben erweisen. Yann Walther, Geschäftsführer des “Fine Arts Institute” in Genua relativierte diese Aussage allerdings gegenüber den Reportern des Daily Beast ein wenig und stellte klar, dass derartige Zahlen nicht wirklich repräsentativ und aussagekräftig sind. Die Begründung leuchtet ein: Schließlich lassen Kunden des Instituts nur solche Werke überprüfen, bei denen sie tatsächlich Zweifel an der Echtheit haben.

Trotzdem schätzten Fachleute schon in den 1970-er Jahren, dass bis zu 10 Prozent der Gelder, die damals für kommerzielle Kunsttransaktionen bezahlt wurden (und wir reden hier immerhin von 300 bis 400 Millionen Dollar) einen betrügerischen Hintergrund hatten. Und seitdem sind die Summen, die aus Kunstbetrügereien erwirtschaftet wurden, wahrscheinlich sogar noch weiter angestiegen.

Es lässt sich unmöglich schätzen, wie viele gefälschte Kunstwerke tatsächlich im Umlauf sind. Die Käufer solcher Fälschungen sind nicht gerade scharf darauf, derartige Fälle zu melden und zu verfolgen, weil sie zum Einen ungern publik machen wollen, dass ihr Kauf in Wahrheit wertlos ist und weil sie zum Anderen befürchten, wegen ihres Fehlgriffs in Kennerkreisen als leichtgläubig abgestempelt zu werden. Kluge Privatsammler, die merken, dass ihr Kauf kein Originalwerk ist, bieten stattdessen die Fälschung einem Museum im Tausch gegen eine Steuergutschrift an. Das Museum wird, falls es überhaupt merkt, dass es sich um eine Fälschung handelt, das Werk (um eine Rufschädigung zu vermeiden und nicht den Unmut des Spenders zu riskieren) einfach auf dem Dachboden oder im Keller verstauen und dort seinem Schicksal überlassen.

Die bekanntesten Fälscher in Deutschland sind Wolfgang Beltracchi und Lothar Senke, der König und der Graf der Kunstfälscher. Sie stelle ich in einem eigenen Beitrag vor.

Kunstfälscher und das Urheberrecht

Der Verkauf gefälschter Bilder ist vor allem außerhalb des Urheberrechtsgesetzes mit Strafe bedroht, beispielsweise als Betrug nach § 263 StGB. Aber solange die gefälschten Werke noch urheberrechtlich geschützt und noch nicht gemeinfrei geworden sind, kommt auch ein Verstoß gegen das Urheberrecht in Betracht.

Doch so einfach ist es mit dem Urheberrecht bei Fälschungen nicht. Nur bei 1: 1 Kopien liegt die Urheberrechtsverletzung klar auf der Hand: Hier verstößt der Fälscher gegen § 16 UrhG. Solche 1:1 Kopien sind allerdings vergleichsweise selten. Übernimmt der Fälscher bekannte Elemente eines Urhebers und erstellt daraus neue Kunstwerke, so kann es sich um eine Bearbeitung des Werkes nach § 23 UrhG handeln. Die Veröffentlichung und Verbreitung solcher „unfreier“ Bearbeitung verstößt auch gegen das Urheberrecht. Hier wird es allerdings schon schwieriger: Je nachdem, welche Elemente der Fälscher übernimmt und wie weit er sich vom Original entfernt, muss es sich nicht um eine urheberrechtlich relevante Bearbeitung nach § 23 UrhG handeln, es kann auch eine freie Benutzung nach § 24 UrhG vorliegen. Solche freien Benutzung verletzen das Urheberrecht des Originalurhebers nicht.

Werden die Fälschungen aber mit dem Namen des Originalurhebers versehen, so kann dieser aus seinem Urheberpersönlichkeitsrecht dagegen vorgehen, wenn ihm fremde Werke „untergeschoben“ werden. Als Urheber hat man nicht nur einen Anspruch darauf, als Urheber an den eigenen Werken genannt zu werden, sondern auch einen Anspruch darauf, nicht fälschlicherweise fremde Werke zugeschrieben zu bekommen. Das nicht allen Künstlern ihr Urheberpersönlichkeitsrecht besonders wichtig war, zeigt das Beispiel Dalis. Er signierte tatsächlich zehntausende leere Blätter… Dazu beim nächsten Mal mehr.

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Prüfung Schutzmöglichkeiten für Projekte

Seid Ihr unsicher, ob eure Idee, euer Projekt, euer Konzept oder woran auch immer Ihr gerade arbeitet, rechtlich geschützt ist bzw. geschützt werden kann? Möchtet Ihr euer Werk an andere lizenzieren und seid unsicher, ob Ihr das Werk davor noch registrieren oder hinterlegen müsst? Steht Ihr in Verhandlungen mit einem Verwerter und habt Sorge, dass er eure Idee “klauen” könnte?

Ich prüfe euer Projekt und berate euch zu allen in Betracht kommenden Schutzmöglichkeiten (auch außerhalb des Urhebererchts, z.B. durch die Anmeldung einer Marke).

Gerne könnt Ihr hier einen Termin vereinbaren, um euren Bedarf zu besprechen.

Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr mich mich auch über E-Mail oder das Kontakformular kontaktieren.

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Workshop Marken-, Urheber- & Designrecht für Autor*innen

Logo der Webseite copygo.de

Basics Marken-, Urheber- & Designrecht für freischaffende Autoren und Künstler

Am Samstag, den 15. Juni 2019 gebe ich um 16:00 Uhr auf der Nordcon in Hamburg einen kostenlosen Workshop zum Thema „Marken-, Urheber- & Designrecht für Autor*innen“.

Ich werde darin einen kurzen Überblick über die Schutzrechte geben und erklären, welches Recht was schützt, welche Rechte für wen sinnvoll sind und wie man die Rechte erwirbt.

Der Workshop findet auf dem Gelände der Nordcon (Schule am Pachthof, Hamburg) im Koboldkeller statt.

Nordcon Hamburg

Der Eintritt zur Nordcon kostet € 10,-. Der Workshop selbst kostet nichts.

Die Nordcon läuft von Freitag, den 14. Juni bis Sonntag den 16. Juni und ist Deutschlands größte freie Convention für phantastische Spiele und Literatur.

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Darf ich Briefmarken für meine eigenen Kunstprojekte verwenden?

Zwar werden immer weniger Briefe geschrieben und auch die Anzahl der Briefmarkensammler nimmt immer weiter ab. Trotzdem liegen in vielen deutschen Haushalten noch haufenweise alte Briefmarken herum – manchmal sauber geordnet in Sammelalben, manchmal einfach in einem Schuhkarton in einer dunklen Ecke des Speichers. Beim Anblick der hübschen bunten Briefmarken stellt sich die Frage, ob man diese Briefmarken eigentlich für eine eigene kreative Arbeit verwenden darf. Darf ich die Briefmarken für meine eigenen Kunstprojekte verwenden? Zur Illustration eines Buchprojekts? Für Webseiten? Für Collagen?

Sind Briefmarken urheberrechtlich geschützt?

Ob man Briefmarken verwenden darf, hängt davon ab, ob sie urheberrechtlich geschützt sind. Hier gilt – wie immer – dass alle künstlerischen Gestaltungen in Deutschland urheberrechtlichen Schutz erhalten, wenn sie die notwendige Schöpfungshöhe erreichen. Das gilt auch für Briefmarken. Die allermeisten Briefmarken, auf denen mehr als nur der Preis abgedruckt ist, werden diese Schöpfungshöhe erreichen. Selbst die Briefmarken, die aus den deutschen Briefmarkenautomaten kommen, sind wohl urheberrechtlich geschützt.

Dann kommt es noch darauf an, ob die Briefmarken „immer noch“ urheberrechtlich geschützt sind. Der urheberrechtliche Schutz endet 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Die Briefmarken werden danach gemeinfrei. Natürlich wäre es sehr aufwendig, bei jeder Briefmarke, die man verwenden will, erst den Urheber herauszufinden und dann zu prüfen, ob derjenige noch lebt, bzw. wann er gestorben ist. Zumindest bei sehr alten Briefmarken kann man sich da aber vielleicht mit einer Wahrscheinlichkeitsrechnung behelfen. Es scheint zumindest unwahrscheinlich, dass der Urheber einer Briefmarke, die im 19. Jahrhundert erschienen ist, vor weniger als 70 Jahren gestorben ist. Sehr alte Briefmarken, wie beispielsweise die erste weltweit erschienen Briefmarke, der „One Penny Black“, sind daher wahrscheinlich nicht mehr urheberrechtlich geschützt.

Darf ich aus Briefmarken ein neues künstlerisches Werk erstellen?

Wenn eine Briefmarke urheberrechtlich geschützt ist, darf sie in der Regel nicht ohne Zustimmung des Urhebers verwendet werden. Eine solche Briefmarke darf ich also z.B. nicht einfach scannen und ins Internet hochladen.

Von der Zustimmungspflicht gibt es aber Ausnahmen:

Die wichtigste ist, dass man zu Hause im privaten Umfeld fast alles mit urheberrechtlich geschützten Werken tun darf. Solange man nicht das einzige Originalexemplar eines Werkes zerstört, ist man relativ frei darin, privat Werke (also auch Briefmarken) zu übermalen, zu zerschneiden, übereinander zu kleben, mit Sprüchen zu versehen etc. Solange man das Ergebnis nicht veröffentlicht, ist das erlaubt.

Die zweite hier relevante Ausnahme ist, dass es unter bestimmten Umständen erlaubt ist, eigene Werke zu veröffentlichen, die auf urheberrechtlich geschützten Werken anderer basieren. Ob man das eigene Werk ohne Zustimmung des Originalurhebers veröffentlichen darf, hängt davon ab, ob es sich beim neuen, eigenen Werk um eine „Bearbeitung“ nach § 23 UrhG oder eine „freie Benutzung“ nach § 24 UrhG handelt. Eine Bearbeitung darf ich nicht ohne Zustimmung veröffentlichen, eine freie Benutzung schon. Der Unterschied liegt darin, dass ich bei der „Bearbeitung“ eigentlich nur das urheberrechtliche Werk verändert, beispielsweise den Bildausschnitt angepasst, habe. Bei der „freien Benutzung“ habe ich das Originalwerk als Inspiration für mein eigenes Schaffen benutzt, das Originalwerk „verblasst“ hinter dem neuen Werk. Leider gibt es keine klar definierbare Grenze, an der man von der „Bearbeitung“ in die „freie Benutzung“ rutscht. Das liegt am Ende im Auge des Betrachters.

Als Hintergrundbild oder Logo einer Webseite, oder zur Illustration eines Textes wird man eine unveränderte Briefmarke wohl im Ergebnis nicht frei verwenden dürfen. Als Teil einer größeren Collage mit vielen Elementen eher schon.

Wenn ihr unsicher seid, ob eine eurer kreativen Schöpfung sich weit genug vom Original entfernt hat, um sie frei verwenden zu dürfen, berate ich euch gerne.

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Was sind Werke?

Das „Werk“ ist der zentrale Begriff des Urheberrechts. Nur Werke sind urheberrechtlich geschützt. Aber ist jedes Kunstwerk gleich ein „Werk „im Sinne des Urheberrechts?

Werke im Sinne des Urheberrechts

Durch das Urheberrecht wird nicht jede kreative Leistung geschützt, sondern nur sogenannte „Werke“. Das Urheberrechtsgesetz (UrhG) definiert Werke in § 2 Abs. 2 UrhG als „persönliche geistige Schöpfungen“.

Das hilft erst einmal auch nicht wirklich weiter. Der BGH hat dafür die folgende Formel entwickelt:

Eine persönliche geistige Schöpfung ist eine Schöpfung individueller Prägung, deren ästhetischer Gehalt einen solchen Grad erreicht hat, dass nach Auffassung der für Kunst empfänglichen und mit Kunstanschauungen einigermaßen vertrauten Kreise von einer „künstlerischen“ Leistung gesprochen werden kann.“ (st. Rspr, unter anderem in BGH, Urteil vom vom 13.11.2013 – I ZR 143/12 – Geburtstagszug)

Es ist also eine „individuelle Prägung“ des Werkes notwendig und es muss eine gewisse „Schöpfungshöhe“ erreicht werden. Die Anforderungen an die Schöpfungshöhe und die Individualität sind aber nicht hoch, auch die sogenannte „kleine Münze“ ist geschützt.

Gibt es einen abschließenden Katalog möglicher geschützter Werke?

§ 2 Abs. 1 UrhG enthält eine Liste der „geschützten Werke der Literatur, Wissenschaft und Kunst“. Das ist aber keine abschließende Liste. Nur weil sich eine Schöpfung also nicht in eine der Kategorien der Liste in Abs. 1 pressen lässt, heißt es nicht, dass die Schöpfung kein urheberrechtlich geschütztes Werk sein kann.

Notwendig ist aber, dass die Schöpfung schon eine konkrete Form hat. Bloße Ideen sind nicht geschützt. Daher darf jeder ein Buch über die Abenteuer eines jugendlichen Zauberers in einem Zauberer-Internat schreiben. „Harry Potter“ in seiner konkreten Form darf man aber nicht einfach kopieren und als eigenes Werk ausgeben.

Werk = Kunst?

Das „Werk“ hat übrigens nichts mit „Kunst“ zu tun. Ob etwas „Kunst“ ist, liegt im Auge des Betrachters. Es gibt durchaus Kunstwerke, die keine urheberrechtlich geschützten Werke sind. Man kann beispielsweise bei den sogenannten „Ready-Mades“ von Marcel Duchamp über den urheberrechtlichen Schutz streiten Andersherum sind durchaus auch Werke urheberrechtlich geschützt, die wohl von Kunstkennern nicht als „Kunst“ bewertet werden würden. Gerade bei Schriftwerken ist sehr vieles geschützt, z.B. auch die meisten Blogartikel, ohne dass diese eine Qualität erreichen müssen, die als „Kunst“ bezeichnet werden könnte.

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Ist das Urheberrecht übertragbar?

In Deutschland kann das Urheberrecht als solches nicht übertragen werden. Nur wenn der Inhaber des Urheberrechts stirbt, gibt es einen neuen Inhaber: den Erben. Der Urheber kann Dritten nur Lizenzen erteilen, also Nutzungsrechte einräumen. Dabei ist der Urheber relativ frei: Er kann jemand anderem zum Beispiel die weltweiten, exklusiven und zeitlich unbeschränkten Rechte einräumen, sein Werk auf alle erdenklichen Weisen zu nutzen. Er kann aber auch sehr begrenzte Rechte einräumen, zum Beispiel nur für die Nutzung für ein Jahr auf einer bestimmten Webseite.

In den USA ist das übrigens anders: Dort kann das Urheberrecht auch als Ganzes auf andere – einschließlich Unternehmen – übertragen werden.

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Wer ist der Urheber?

Urheber ist die Person, die ein Werk selbst geschaffen hat. Solange der Urheber lebt, ist er Inhaber des Urheberrechts. In Deutschland ist der Urheber immer eine natürliche Person. Kein Unternehmen kann in Deutschland Urheber sein oder werden.

Miturheber

Wenn mehrere gemeinsam ein Werk schaffen, sind alle Miturheber des Werkes. Das können manchmal auch ganz schön viele Urheber bei einem Werk werden, beispielsweise bei Filmen. Miturheber sind aber nur diejenigen, die einen eigene schöpferischen Beitrag zum Gesamtwerk leisten. Führt jemand nur Anweisungen aus, wird er dadurch nicht Miturheber.

Urheber verbundener Werke

Wenn mehrere an einem Projekt zusammenarbeiten, führt das nicht immer zu einer Miturheberschaft. Wenn für einen Song Musik und Text von unterschiedlichen Personen geschaffen werden, sind diese nicht Miturheber am „Song“. Das Urheberrecht betrachtet Musik und Text nämlich als zwei getrennte Werke. Der Textdichter bekommt das Urheberrecht für den Text, der Komponist das Urheberrecht für die Musik.

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Inhalt des Urheberrechts

Was genau bringt mir als Urheber das Urheberrecht? Ist ein Werk urheberrechtlich geschützt, dürfen andere das Werk nur nutzen, wenn sie eine Erlaubnis des Urhebers haben oder das Gesetz eine Ausnahme vorsieht (z.B. für die Privatkopie). Durch das Urheberrecht kann der Urheber Dritten Rechte an seinen Werken einräumen und dafür Vergütung verlangen. Außerdem kann er anderen, die seine Werke ohne Erlaubnis verwenden, die Nutzung verbieten. Das Urheberrecht gewährt dem Urheber dafür einerseits Nutzungsrechte und andererseits Urheberpersönlichkeitsrechte.

Nutzungsrechte

Als Nutzungsrecht bezeichnet man das Recht, Werke auf bestimmte Art und Weise nutzen zu dürfen. Zu den Nutzungsrechten gehören beispielsweise das Vervielfältigungsrecht, das Recht, das Werk im Internet öffentlich zugänglich zu machen, das Recht, Bearbeitungen des Werkes zu veröffentlichen etc. § 15 UrhG enthält zwar eine Aufzählung von Nutzungsrechten, diese ist aber nicht abschließend.

Urheberpersönlichkeitsrechte

Die Nutzungsrechte des Urhebers werden ergänzt durch seine Urheberpersönlichkeitsrechte. Die Idee hinter den Urheberpersönlichkeitsrechten ist, dass Urheber oft ihre ganze Persönlichkeit in ein Werk einfließen lassen. Wird dann das Werk in unangemessener Weise verwendet, wird damit nicht nur die Integrität des Werks, sondern auch die Persönlichkeit des Urhebers verletzt. Zu den Urheberpersönlichkeitsrechten gehört beispielsweise das Namensnennungsrecht und das Recht, Entstellungen des Werkes zu verbieten. Über dieses Urheberpersönlichkeitsrecht kann man beispielsweise unter bestimmten Umständen verbieten, dass die eigene Musik auf einer Parteiveranstaltung gespielt wird.

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Entstehung des Urheberrechts

Das Urheberrecht entsteht in Deutschland ganz einfach dadurch, dass der Urheber das Werk schafft. Eine Registrierung des Urheberrechts ist (anders als z.B. bei Marken und Patenten) nicht notwendig. Der Urheber muss auch niemandem mitteilen, dass er das Werk erschaffen hat. Findet ihr beispielsweise einen Roman eures berühmten Großvaters auf dem Dachboden, so steht der Roman auch dann unter urheberrechtlichem Schutz, wenn euer Großvater nie jemandem davon erzählt hat.

Registrierung des Urheberrechts in den USA

In den USA war das Urheberrecht sehr lange nur dann geschützt, wenn man es beim US Copyright Office registriert hatte. Die USA sind aber 1989 der Revidierten Berner Übereinkunft beigetreten, einem internationalen Vertrag zum Urheberrechtsschutz. Eine Voraussetzung für den Beitritt zu diesem Abkommen war, dass die USA das Registrierungserfordernis abschafft. Seit 1989 entsteht damit der Schutz auch in den USA ohne Formerfordernis. Allerdings verliert man bestimmte prozessuale Vorteile bei Urheberrechtsverletzungen in den USA, wenn man sein Urheberrecht in den USA nicht registriert hat.

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